Astrid Benzer
Luminophorium, Prototyp 1.0


Lichtskulptur / Lichtinstallation
1. Stock Foyer / Durchgehend (ausgenommen Nachstunden von 01:00 – 08:00)

In einem abgedunkelten Acht-Kubikmeter-Raum werden mittels Schaltsteuerung zwölf im Raum verteilte Leuchtstäbe in einen On- /Off-Modus versetzt. Phosphoreszierende Hüllen verbinden die Leuchtstäbe zu einem räumlichen Gebilde. Dunkelheit, Licht (passiv und aktiv), Zeit und die Dreidimensionalität des Raums sind die Hauptakteure des Settings, das sich in seiner Gesamtheit Luminophorium nennt. Als Luminophore (lateinisch lumen ‚Licht‘, altgriechisch φορός phorós ‚tragend‘) werden Substanzen bezeichnet, die nach der Bestrahlung durch Licht im Dunkeln leuchten.
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Das Luminophorium, eine Versuchanordnung im Sinne eines Licht-Imaginariums, ist eine räumlich-sinnliche Erfahrung, in der der Betrachter ganz auf sich selbst zurückgeworfen wird. Erst im Innehalten, erst durch das stetige Schärfen der Sinne eröffnet sich einem der Erfahrungsraum desselbigen.

Im abgeschlossenen Kubus und gemeinsamen Erfahrungsraum Locus Lux Ludens, als Ort des spielerischen Experimentierens mit Licht präsentieren sich zwei künstlerische Positionen, die sich dem Phänomen der Phosphoreszenz bzw. (Chemo-)Lumineszenz zuwenden und den Zustand von Licht, ob „passiv“ (= beleuchtet) oder „aktiv“ (= selbst leuchtend), auf unterschiedliche Weise erforschen. Die zweite Arbeit, die in diesem Kubus präsentiert wird, ist entitate luzitransis [№ I+II].

Ein assoziierter Text zu Projekt/Artist ist in der Versorgerin 135 erschienen:
Postglow Cinema - Das grüne Leuchten von Georg Wilbertz.

Astrid Benzer (AT) geboren 1972 in Wels. Studierte Visuelle Mediengestaltung und Experimentelle Visuelle Gestaltung an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. Lebt und arbeitet in Marchtrenk und Linz im Crossover-Dschungel von Kunst & Grafik. http://astridbenzer.com